neuer Artikel
2. März 2010das ist der Text
das ist der Text
Das soll Ostern sein? Ostern war doch immer so um Frühling rum, oder sollte mich mein Hundehirn im Stich lassen? *Kalenderguck* Hm, März. Mitte März. Und dann so was….
Aber egal, der Hund nimmt es wie es kommt, was bleibt mir auch anderes übrig. Und Schnee finde ich ja eigentlich schon toll.

Foto geklaut bei: www.doering-retriever.de
Und was kann einem am Karfreitag schon besseres passieren als ein Ausflug mit der Familie? Na gut, ziemlich dünn das mit der Familie. Geschwister hab ich ja viele, hier waren wir aber nur zu Dritt, plus Alina. Von links nach rechts (der Esel immer zuerst
): meinereiner, Alina, Bruder Jason und Schwester Aika. Dann die Dosenöffner, auch von links nach rechts: erst meine beiden, dann Sabine (Wolfgang fehlt, irgendeiner muss ja knipsen), Jürgen und Tanja.
Unterwegs waren wir im Naturpark Neckartal-Odenwald auf rund 500m Höhe. Superschön und superviel Schnee. Endlich mal wieder richtig rumtoben, besonders mit Jason geht es da immer richtig zur Sache. Der ist überhaupt nicht müde zu bekommen, im Gegensatz zu mir. Ich schlafe halt so gerne
Wuff, Paula
Am Samstag wurde es erstmals in diesem Jahr ernst, der Taubertalcup stand an. Mir war von vorne weg schon mulmig, hatten doch alleine für den Samstag 110 Teilnehmer gemeldet. Auch Herrchen konnte sich überhaupt nicht vorstellen, wie eine derartige Mammutveranstaltung ablaufen kann. Doch weit gefehlt, die Organisation war sowas von perfekt, da kann man gar nicht laut genug applaudieren. Hinfahren, von der freundlichen Parkwächterin eingewiesen werden, Papiere abgeben und Startnummer holen, eine kurze und klare Ansprache der Sonderleiterin und schon konnte es losgehen.
Ich war in Gruppe 1, Startnummer A-15. So mussten wir nicht lange nach Stationen suchen, denn unsere Reihenfolge ging einfach einmal im Kreis von Prüfung 1 bis Prüfung 6.
Prüfung 1, Richterin Petra Beringer (D)
Aufgabe: Einzelmarkierung auf eine Wiese, Start in einem Waldstück. Erinnerte mich stark an eine Prüfung beim Schnupper-WT im November. War aber schwieriger, die Distanz war recht groß, das Dummy hat man nicht fallen sehen.
Schuss-Wurf-Kommando und los. Aus dem Wald raus, auf die Wiese – hey, da stehen ja Leute rum, was machen denn die da? Ach ja, Werfer und Schütze. Mal hin, vielleicht krieg ich von denen ja einfach so einen Dummy oder sonstwas feines.
Plötzlich ein Ruf aus dem Wald: “Apport!”…
Au weia, ich bin ja nicht zum Vergnügen hier. Wo war noch gleich die Fallstelle? Vor lauter Aufregung glatt vergessen. Schnell ein paar mal auf der Wiese hin- und her, da ist es ja. Aufnehmen, zurückrennen (leider auch nicht unbedingt auf dem direktesten Weg), abliefern.
Herrchen hat mich zwar kräftig gelobt, aber ich glaube so ganz leicht hat es in ihm gebrodelt. Acht Punkte….
Prüfung 2, Richter Oliver Kiraly (Ungarn)
Ein ganz schwieriges Ding, mit Einweisen. Gerader Weg im Wald, ca. 20-30m vor uns der Schütze am linken Wegrand. Das Dummy (Blind) liegt aber auf Höhe des Schützen weit rechts im Wald. Niemand durfte die genaue Stelle wissen, der Richter hat nur Herrchen grob das Gebiet gezeigt. Glücklicherweise hat er aber Adleraugen und das Dummy in einem Gestrüpp vorblitzen sehen.
Los ging’s: Kurzer WalkUp mit Richter, kein Problem. Schuss, hinsitzen. Herrchen zeigt in die Richtung rechts vom Weg, nur warum sollte ich da hin rennen? Der Weg ist doch so schön gerade….
Also los, auf Höhe des Schützen ein Pfiff. Ich schnell umgedreht und geschaut, Herrchen zeigt nach rechts. Ich also rechts in den Wald und die Nase runter. Dummerweise habe ich mich dann vom Dummy weg orientiert, der Wind war ungünstig (bzw. ich auf der falschen Seite des Windes). So bin ich immer weiter zurück zur Ausgangsposition gekommen.
Nochmal ansetzen und mit einem “Voran” gleich Richtung Dummy. Jetzt war mir ja klar dass es auf dem geraden Weg nix zu holen gab. Da Herrchen genau wusste wo das Dummy lag war es jetzt einfach. Voran in die angegebene Richtung bis der “Suchen”-Pfiff kam. Da stand ich schon fast auf dem Dummy. Schnell aufnehmen, zurückrennen und abliefern.
Hm, ging so. Für das zweimalige Ansetzen gibt es natürlich massig Abzüge. Dafür dass die Übung in der Form recht neu und dazu auch ziemlich schwierig war ganz ok, Herrchen war jedenfalls zufrieden.
Neun Punkte, besser als nix
Prüfung 3, Richterin Lynn Stringer (England)
Das Elend sollte hier beginnen. Die Prüfung war eigentlich easy, sowas mache ich mit links. Eine echte Chance auf volle Punkte. Immer zwei Hunde, seitlicher Abstand aber groß, locker 20 Meter. Große Wiese, in der Mitte eine Wald-Insel. Entfernung zu dieser Insel 30-40m. Erst rechter Hund: Schuss, Dummy fliegt rechts von der Insel auf die Wiese. Sofort holen. Dann linker Hund: Schuss, Dummy fliegt links von der Insel auf die Wiese. Ebenfalls sofort holen. Dann Tausch der Positionen und das ganze nochmal. Soweit die Theorie.
Ich war zunächst auf der linken Position, also erstmal Ruhe bewahren und den rechten Hund arbeiten lassen. Kein Problem.
Dann ich. Habe ich eigentlich schon erwähnt dass ich fürchterlich aufgeregt war? Morgens um 5 aufstehen (wo gibt’s denn sowas?) ins Auto und los. Ankunft im Nebel – und sooo viele Hunde. Lauter Retriever. Hier muss was besonderes sein, nur was? Herrchen ist auch so nervös, stimmt vielleicht irgendetwas nicht?
Mir ist das jedenfalls auf den Magen geschlagen, ich habe fürchterlichen Durchfall bekommen. Und das drückt. Jetzt. Ausgerechnet jetzt
Schuss-Dummy fliegt-Kommando. Ich los, es drückt immer mehr. Ich halte es nicht mehr aus. Rechts ist ja die Wald-Insel, schnell hin und “gekreiselt” (ich kann nicht ohne vorher zu kreiseln….). Herrchen sieht das natürlich und will um jeden Preis vermeiden dass ich mich auf dem Prüfungsareal erleichtere. Das wäre für die nächsten Hunde reichlich unfair. Sein Hier-Kommando war auch entsprechend deutlich. Schnell hin.
Herrchen hat der Richterin das Problem geschildert, ich denke sie hat auch gesehen was los ist. Sie ist nett und will noch einen Versuch wagen – natürlich auch damit der zweite Hund nicht wegen mir abbrechen muss. Plätze tauschen, der linke darf zuerst. Er macht seine Sache prima. Dann wieder ich, klappt aber auch nicht. Die Insel ruft…
Herrchen sieht dass das so nix wird, ruft mich zurück und gibt der Richterin die Aufgabe bekannt. Dann rennt er mit mir sofort nach hinten in den angrenzenden Wald außerhalb der Prüfungsbereiche. Ich schaffe es gerade noch so hinein, dann läuft es auch schon. Hier ist alles einfach viel zu aufregend….
Geschimpft hat niemand mit mir, obwohl es mit dem Workingtest natürlich vorbei war, zumindest was das Ergebnis angeht. Prüfung abgebrochen bedeutet einen “Nuller”, und mit nur einem Nuller kann nicht mehr bestanden werden. Schade.
Prüfung 4, Richter Werner Haag (Schweiz)
Magen und Darm geht es jetzt etwas besser, ist ja nix mehr drin. Und Herrchen ist trotz der völlig versemmelten Prüfung seltsamerweise immer noch bester Laune. Na dann. Der Richter wurde vom vorhergehenden Malheur informiert, er hatte nichts dagegen, dass wir weitermachen trotz der Gefahr, dass ich ihm unter Umständen das Gelände verschmutze. Denn vorbei ist das noch nicht… Wir dürfen.
Die Prüfung ist im dichten Wald, ca. 30m weiter stehen Werfer und Schütze, fast nicht zu sehen. Ein Blind liegt schon, eine Markierung wird nach Schuss dazugeworfen. Gesehen hat man allerdings fast nichts, den Flug des Dummys konnte ich nur erahnen. Einen von beiden sollte ich holen.
Auf Kommando ging es los in die grobe Richtung. Ich bin gleich in die richtige Ecke gerannt und habe die Nase eingesetzt. Dummy ruck-zuck gefunden (war das eigentlich das Blind oder der geworfene? Keine Ahnung) und zurückgebracht. Warum klappt das eigentlich nicht immer so gut? 18 Punkte, super. So hätte es ruhig weitergehen dürfen.
Prüfung 5, Richter Jürgen Laux (D)
Da die Prüfung 4 für alle recht schnell ablief gab es hier einen kleinen Stau. Egal, war ja schönes Wetter, wir haben ein Sonnenbad genossen.
Die Prüfung selbst war doof
Wieder zwei Hunde. Wiese, vor uns eine Hecke. Erst der rechte Hund, ich musste warten. Schuss, ein Dummy fliegt vor die Hecke. Zweiter Schuss, der zweite Dummy fliegt hinter die Hecke. Der Hund muss warten, Herrchen Frauchen holt den ersten Dummy vor der Hecke selbst. Dann wird der Hund auf den zweiten Dummy hinter die Hecke geschickt. Ich musste warten.
Standruhe hab ich ja schon, das war kein Problem. Zusehen wie andere Hunde arbeiten dürfen kann ich trotzdem nicht leiden. Gar nicht. Da kocht es in mir, die Anspannung wächst enorm. Endlich sind wir dran. Schuss-Dummy-Schuss-Dummy. Jetzt läuft auch noch Herrchen selber los und holt den ersten Dummy. Ich werd’ noch wahnsinnig…
Endlich das erlösende Kommando, ich darf los. Die Anspannung löst sich mit einem lauten Gebell während des losrennens. Knappe Ansage des Richters: “Bitte Hund zurückholen und anleinen”.
Für alle die sich in der Retrieverarbeit nicht ganz so auskennen: Diese Arbeit wird mit Ruhe ausgeübt, auf der Jagd kann man bellende Hunde nicht gebrauchen. Bellen ist Ausschlussgrund, diese Prüfung gab also den nächsten Nuller. Shit happens. Der Richter zeigte sich anschließend erstaunt, er war der Ansicht ein “Traumpaar” mit zwei 20ern vor sich zu haben. Die erste Arbeit war ja auch klasse, ich habe auch Ruhe bewiesen. Aber halt nur bis ich endlich losdurfte.
Prüfung 6, Richter Malcom Stringer (England)
Weg im Wald bergab, unten eine große, mit Gebüsch abgegrenzte Lichtung. Ansage von Mr. Stringer: Unten fällt ein Schuss, dann fliegt ein Dummy. Der Dummy soll an den Rand an das Gebüsch, er kann aber nicht sagen ob die Fallstelle auf der Lichtung, am Rand oder im Gebüsch sein wird. Abwarten, er schaut was passiert und bewertet entsprechend der Schwierigkeit.
Der Dummy ist dann ziemlich doof gefallen. Gerade so ins Gebüsch. Nicht mehr zu sehen. Auch völlig unklar ob man da von der Lichtung noch drankommt oder unten herum muss. Auf Kommando los, erstmal von unten geschaut. Das wird nix. Also wieder rum, von oben schauen. Ich rieche ihn, ich kann ihn auch sehen. Das Gebüsch ist hart, schier undurchdringlich. Egal, schon im Wesenstest habe ich ja körperliche Härte bescheinigt bekommen
Irgendwie habe ich den Dummy da rausbekommen, das war nicht einfach. Nur noch zurückbringen und auch diese Prüfung ist gemeistert.
Mittlerweile die sechste Prüfung, der Tag ist lang. Habe ich schon erwähnt dass ich um 5 aufgestanden bis? Herrchen hat es mir deutlich angesehen, viel Elan war auf dem Rückweg nicht mehr zu erkennen.
Ich fand das gut gelöst, die Fallstelle war wirklich schwer. Für das dann aber eher gemächliche Zurückbringen gibt es natürlich ein paar Pünktchen Abzug. Mr. Stringer hat das wohl ähnlich gesehen, 14 Punkte. Find ich sehr fair.
Fazit:
Was soll ich sagen, der Tag war hart. Durchgefallen sind wir auch, und zwar ordentlich mit zwei Nullern. Herrchen ist trotzdem zufrieden. Ich bin ja in erster Linie Therapiehund, Dummy geht bei uns eher so “nebenher”. Und wenn ich mich so umschaue was an Teilnehmern da war habe ich ziemlich viele Profis gesehen. Da mag ich mich gar nicht messen.
Es ist auch teilweise schlimm was die “Profi-Hunde” so ertragen müssen. Gleich morgens hat so eine Pfeife neben uns geparkt. Der Kofferraum ging auf, der Rüde hat mich entdeckt und vor Freude einen kleinen Fiepser losgelassen. Dafür hat er von seinem Herrchen gleich mal eine schallende Ohrfeige erhalten. Vor Ehrgeiz zerfressen, den Schuh zieht sich mein Herrchen glücklicherweise gar nicht an. Wenn es mit den Prüfungen klappt ist gut, wenn nicht geht die Welt auch nicht unter. Hauptsache einen erlebnis- und lehrreichen Tag gehabt. Und auch nach zwei Nullern wird fröhlich weitergearbeitet, es kann ja nur besser werden
Die Pfeife scheint das nicht so zu sehen, als wir nach der letzten Prüfung wieder am Auto ankamen war er schon weg. Hat wohl auch irgendwo einen Nuller eingefahren. Der arme Hund, in seiner Haut will ich nicht stecken.
Meinem Magen geht es wieder besser, ausgeschlafen habe ich auch. Nach der letzten Prüfung durfte ich ins Auto, ich hab sofort gepennt
Zum Schluss nochmals DANKE an die Organisatoren, an die Sonderleiterin, die vielen Helfer, die Reviergeber und die Richtermannschaft. Der Tag war klasse.
Wuff, Paula.
Zwar nur ein Kurz-Urlaub, aber immerhin. Meine Dosenöffner sind mit mir über den Jahreswechsel ins Allgäu gefahren. Das war natürlich super-klasse, ich hatte die beiden endlich mal wieder ein paar Tage für mich und ich konnte im Schnee herumtoben.

Hier seht ihr mich beim Abstieg vom Söllereck. Mit einer Schleife über den Freibergsee und die Skiflugschanze sowie einem kurzen Einkehrschwung waren wir gute 3,5 Stunden unterwegs. Ich muss sagen dass ich nix mehr gewohnt bin, der Rest des Tages bestand dann eigentlich nur noch aus schlafen.
Jetzt ist leider schon wieder der Alltag eingekehrt – naja, der nächste Urlaub kommt bestimmt.
Wuff, Paula.
Heidelberg, Weihnachtsmarkt. Der Lions-Club Heidelberg hatte wie jedes Jahr sein “Haus des Weihnachtsmannes” aufgebaut. Feine Sache, netter Mensch, dieser Weihnachtsmann. Ich hab mich gleich mal knipsen lassen

Fröhliche Weihnachten!
Wuff, Paula.
… habe ich die Dummy-A-Prüfung (DRC, APD/R) gepackt. Der Tag war lange, anstrengend, kalt und nass. Aber es hat sich gelohnt, wir hatten alle viel Spaß. Doch der Reihe nach, zu den einzelnen Prüfungsfächern gibt es viel zu erzählen.
1. Fach: Einzelmarkierung Land
Erst habe ich dumm gekuckt, eine Einzelmarkierung im dichten Wald. War aber bei näherem Hinsehen gar nicht so schlimm, die Bäume stehen dort schön in Reih und Glied, man kann prima durchgucken. Außerdem war die Distanz erträglich, da habe ich letzte Woche ganz andere Sachen gemeistert.
Also schön hinsetzten, warten auf den Schuss und den Flug des Dummies und auf Kommando “Apport!” nix wie los. Dummy aufnehmen, zurückrennen und ordentlich abliefern – Kindergarten. 20 von 20 Punkten
So kann es gerne weitergehen.
2. Fach: Appell und Memory
Direkt im Anschluss ging es ohne Pause mit dem zweiten Fach weiter, das fand ich gar nicht schlecht. Nix ist öder als diese ewige Warterei.
Das war an gleicher Stelle wie eben, also im Wald. Hierzu hat sich die Prüferin (Petra Behringer) auch die erste kleine Gemeinheit Variante einfallen lassen, denn die Übung ging nicht in gerader Linie wie gewohnt, sondern am Ende rückwärts. Also hinsetzten, und auf Kommando erstmal schön neben Herrchen hergehen. Den Kopf ganz dicht an seinem Knie und aufpassen was passiert. Als der erste Schuss fiel hab ich mich schnell hingesetzt und geschaut. Rechts, ca. 10 m neben mir ist ein Dummy gefallen, hab ich genau gesehen und mir auch gemerkt. Holen durfte ich das aber noch nicht. Zunächst ging es nochmal rund 20 m geradeaus, wieder schön neben Herrchen her. Das schöne Dummy jetzt im Rücken….
Am Ende der Strecke umdrehen, wieder hinsitzen und auf das erlösende Kommando “Apport!” warten. Endlich kam es. Ich sofort losgeprescht – wo war das Ding noch gleich? Rechts liegt was – Mist, falsch. Ein Rucksack. Dass die Helfer ihr Zeug aber auch überall rumstehen lassen müssen. Irgendwie wusste ich jetzt die exakte Fallstelle nicht mehr. Aber wozu habe ich denn eine Nase? Runter damit auf den Boden und einmal tief einatmen, noch zwei drei Schritte und schon habe ich das Dummy gefunden. Aufnehmen, zurückrennen, abliefern. Der kurze Hakenschlag Richtung Rucksack hat drei Punkte gekostet, Ergebnis für dieses Fach: 17/20 Punkten. Ich liege voll im Plan
3. Fach: Verlorensuche
Eigentlich mein Spezialgebiet, eigentlich. In einem Gebiet von 40×40 m waren zehn Dummies versteckt, weder ich noch mein Herrchen wussten genau wo. Die Größe des Suchgebiets ist für mich kein Problem, dadurch war die Gefahr des Tauschens (das würde ein sofortiges Ende aller Träume bedeuten!) recht gering. Da bin ich nämlich ein wenig anfällig
Auf Kommando “Such!” rein ins Suchgebiet und gleich die Nase runter. Nach kurzer Zeit hatte ich das erste Dummy gefunden und ruck-zuck abgeliefert. Schnell wieder neben Herrchen sitzen, auf das Kommando warten und ab ins Suchgebiet. Auch das nächste Dummy habe ich schnell gefunden. Doch dann – schäm – habe ich mir ernsthaft überlegt ob ich das auch tatsächlich abliefern soll. Denn mit einem Dummy im Fang durch den Wald toben finde ich manchmal ziemlich witzig. Mein Herrchen hat meinen Blick gesehen, er kennt diesen nur zu genau. Er wusste, welche Gefahr besteht. Ein unmissverständlicher Pfiff und ein ziemlich ernstes “Hier!” haben mich dann doch überreden lassen das Dummy lieber zurückzubringen. Gerade nochmal gutgegangen, denn auf nicht-abliefern steht die Höchststrafe, nämlich durchgefallen.
Leider ist auch schon der Versuch strafbar, wenn auch etwas milder. Die Richterin hat meine Gedanken natürlich ebenso gelesen und auch Herrchens Aufforderung nicht überhört. Macht 5 Punkte weniger, Ergebnis für dieses Fach 15 von 20 Punkten. Hm, geht noch.
4. Fach: Einzelmarkierung Wasser
Machen wir’s kurz: Nur 10 von 20 Punkten. Man sei gnädig mit mir, ich war schon Stunden auf den Füßen Pfoten, es hat mittlerweile richtig geregnet und es war so langsam auch ziemlich kalt. Das Ding trotzdem aus dem Wasser zu holen und abzuliefern hat mir mein Herrchen ganz hoch angerechnet, das habe ich auch nur für ihn getan.
Fazit:
62 von 80 möglichen Punkten, bestanden mit Prädikat “gut”. Drei Punkte fehlen leider als Voraussetzung für die nächst-höhere Klasse, da muss ich dann wohl irgendwann nochmal ran.
Herrchens Ziel “41 Punkte plus x” habe ich aber bravourös erfüllt, ich bin somit startberechtigt für die Workingtests. Schon im Frühjahr sind die ersten Termine, da freue ich mich schon drauf.
Die noch fehlenden drei Punkte sind auch kein Beinbruch, das packe ich beim nächstenmal bestimmt.
Wuff, Paula.
Heute bin ich die erste DRC-Prüfung gelaufen. Das war zwar noch keine “richtige” Prüfung mit Eintrag ins Leistungsheft, sondern ein so genannter Schnupper-Working-Test – das war aber trotzdem ziemlich aufregend.
Insgesamt hatten wir sechs verschiedene Prüfungsteile, einer schwieriger als der andere. Ich habe aber alle gemeistert, kleine Fehler inklusive
Scheinbar haben die Richter aber nicht alle Fehler gesehen, insgesamt hat das für ein “sehr gut” gereicht. Mein Herrchen war sowas von happy!
Bild anklicken für die gesamte Gallerie “Workingtest 2007″
Nächste Woche ist die große Dummy-A-Prüfung in Iffezheim bei Baden-Baden, mit dem heutigen Erfolg im Gepäck kann ich dieser locker entgegensehen.
Ich werde berichten!
Wuff, Paula
Diese Woche musste ich schmerzhaft lernen, dass ich nicht jedem Artgenossen straffrei etwas wegnehmen darf. Der Versuch, einem anderen Hund das Stöckchen zu klauen endete mit einem zweifach gelochten Ohrläppchen. Das hat ziemlich wehgetan und auch ordentlich geblutet.
Naja, man lernt eben nie aus….
Wuff, Paula.
Den Spruch hört man immer wieder: Der Golden ist ein Familienhund. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit…
Der Golden ist ein Jagdhund, genauer ein “Apportierhund für die Flintenjagd” (FCI – Standard Nr. 111 / 29. 01. 1999 / D, eine genaue Rassebeschreibung als .doc findet sich hier). Er wurde und wird in erster Linie für die Jagd, für “die Arbeit nach dem Schuss” gezüchtet. Das bedingt, dass der Golden ziemlich bewegungs- und trainingsintensiv ist, er will also möglichst artgerecht beschäftigt werden. Merke: Wird der Hund nicht ausreichend beschäftigt, sucht er sich selbst eine Beschäftigung. Das gilt übrigens nicht nur für Golden. Ein Jammer, wenn man unterbeschäftigte Border Collies oder Jack Russel Terrier sieht.
Damit will ich nicht sagen, dass sich der Golden nicht als Familienhund eignet, nein. Denn dafür eignet er sich sogar wunderbar, WENN ER AUSREICHEND BESCHÄFTIGT WIRD.
Zuerst ist hier natürlich das Dummytraining zu nennen, aber auch mit Agility oder Obedience ist ein Retriever prima zu beschäftigen. Hier zeigt sich der sprichwörtliche “will to please” (neben dem ebenfalls vorhandenen, in der Wissenschaft aber seltsamerweise nie erwähnte “will to eat”).
So, schon wieder genug für heute, aber das musste schnell noch raus. Ich guck jetzt mal, ob sich Frauchen erbarmt und mit mir ein wenig rausgeht. Vielleicht fliegen ja sogar gleich ein paar Dummies.
Wuff, Paula.
Drei Tage war ich krank, irgend so ein blöder Virus geht um. Schlapp, müde – ich war den ganzen Tag nur am pennen, morgens bin ich kaum aus dem Bett gekommen.
Jetzt ist alles wieder ok, ich war heute sogar schon wieder in der Schule und danach mit Frauchen trainieren. Da musste die aufgestaute Energie gleich wieder raus, hat richtig Spaß gemacht. Morgen noch ein langer Schultag, dann ist Wochenende. Ich freue mich schon, am Samstag ist Herrchen mit mir unterwegs.
Wuff, Paula.