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Ein Schultag

Hallo, mein Name ist Alena-Paula vom Hellenbach. ich bin eine Golden Retriever Hündin, geboren in Heidelberg und lebe jetzt in Karlsruhe. Ich übe einen richtigen Beruf aus, ich bin ein "Schulhund".

Jetzt fragt ihr euch sicher was das ist. Also ich besuche eine 8. Klasse in der Südendschule/Außenstelle Leopoldschule, eine Werkrealschule in der Stadtmitte von Karlsruhe.

Morgens stehe ich mit meinem Frauchen um 5.30 Uhr auf . Ich finde das ziemlich früh, aber wir müssen ja pünktlich sein. Denn Zuspätkommen gibt Ärger. Außerdem muss ich ja für die Kinder ein Vorbild sein. Gegen 6.30 Uhr gibt es meine erste Gassirunde, danach geht es ab in die Schule. Dort begrüße ich erst einmal meinen Kumpel Elias. Der ist ein Berner Sennenhund und geht auch zur Schule. Jetzt gibt es noch einen kleinen Abstecher zum Hausmeister. Der hat in seinem Regal immer Leckerchen versteckt und da kann ich überhaupt nicht widerstehen. Jetzt kommen die Lehrer dran. Die finde ich richtig cool, denn die meisten streicheln und knuddeln mich. Ich kann gar nicht verstehen, dass manche Kinder über sie manchmal schimpfen.

Gegen 7.40 Uhr kommen die Kinder. Jetzt bin ich der Star. Alle begrüßen und streicheln mich. Manche spielen auch gleich mit mir. Leider unterbricht dann mein Frauchen die ganze Aktion, weil wir jetzt alle etwas lernen sollen. Leider klappt es bei mir mit Mathe und Deutsch noch nicht so gut, aber in Biologie (da geht es ja auch mal um Hunde) kenne ich mich besser aus. Dafür bin ich die Fachfrau, wenn es um unsere zweite Fremdsprache geht. In der Hundesprache bin ich richtig fit.

 

In meinem Klassenzimmer hängen auch Regeln für den Umgang mit mir:

  • So darf ich in meiner Hütte nicht gestört werden,
  • sie müssen darauf achten, dass mich niemand in der Schule ärgert,
  • das Klassenzimmer muss aufgeräumt sein, damit keine Schnipsel oder spitze Sachen auf dem Boden liegen.
  • es dürfen nicht mehr als 4 Hände an mir sein
  • der Wassernapf muss immer sauber und gefüllt sein
  • nicht alle dürfen gleichzeitig einen Befehl zurufen (da wird man auch verrückt!)
  • bei Ausflügen müssen die Hundehäufchen weggeräumt werden
  • füttern ist verboten (diese Regel finde ich übrigens ziemlich doof!!!) usw.

     

 

In den Pausen darf ich mit den Kindern spielen. Manchmal habe ich auch keine Lust, dann lege ich mich in meine Hundehütte die die Schüler in einem Projekt extra für mich gebaut haben. Ist das nicht Spitze?

Manchmal helfe ich meinem Frauchen auch beim Unterricht. Besonders, wenn es um Hunde geht. Dann zeige ich meine Pfoten, meine Rute und meine tollen Zähne. Da sind die Kinder immer ganz beeindruckt. Ab und zu darf ich auch  die Aufgaben im Heft kontrollieren, aber so richtig verstehen tue ich nicht was die Kinder da schreiben. Richtig gut finde sie es, wenn ich meine Tricks zeige. Ich kann nämlich: eine Rolle, winken, durch die Füße tanzen, Drehungen usw. Manchmal bekomme ich auch ein paar Dummys geworfen. Seit mein Frauchen den Kindern erklärt hat auf was sie achten müssen machen sie das richtig gerne und mir macht es natürlich auch großen Spaß.

 

Manchmal darf ich auch bei Ausflügen mit,  so waren wir vor kurzem im Klettergarten und das war so richtig spitze. Ich durfte mit den Kindern herumtoben und meinem Bällchen hinterher jagen.

Die Dinger auf ihren Köpfen fand ich allerdings sehr eigenartig.

Irgendwann ist der Unterricht zu Ende und ich gehe mit meinem Frauchen nach Hause. Ja, ich gehe nach Hause. Manche glauben doch wirklich, dass ein Schulhund immer in der Schule ist auch in den Ferien. Zuhause angekommen bin ich dann richtig müde und genehmige mir ein Mittagsschläfchen. Danach gehe ich mit meinem Frauchen spielen oder wir trainieren mit meinen Dummys. Also ihr seht, so ein Schulhund hat richtig was zu tun.

Außerdem sagt mein Frauchen, habe ich anscheinend eine beonders gute Ausstrahlung auf die Kinder. Ich mag sie auch alle gerne. Mir ist egal, ob sie eine besonders tolle Jeans oder Turnschuhe anhaben. Sie müssen nur nett zu mir sein, dann bin ich auch nett zu ihnen. Die Kinder in meiner Klasse sind alle ziemlich spitze und sie haben auch schon sehr viel über Hunde gelernt. So mancher hatte am Anfang noch Angst vor mir, aber ich habe mit meinen Rehaugen ihr Herz gebrochen. Keiner läuft mehr weg, wenn ich komme. Einiges haben sie auch über die Hundesprache gelernt, wenn sie auch noch nicht alles verstehen. Aber es dauert eben seine Zeit bis man eine Fremdsprache gelernt hat. Oder konntet ihr gleich Englisch?

Übringens ist es gut, wenn man eine Ausbildung für diesen Beruf hat. Aber nicht nur wir Hunde sollten uns auskennen. Nein, auch das Frauchen oder Herrchen sollten viel über uns Hunde wissen.

 

 

       
         

Wir ihr seht, ist mein Beruf ziemlich abwechslungsreich. Vielleicht hat der eine oder andere jetzt auch Lust bekommen mit Kindern zu arbeiten. Mir macht das richtig Spaß. Wenn ihr noch mehr über Schulhunde wissen wollt, schaut einmal beim schulhundeweb.de vorbei. Hier erfahrt ihr noch viel mehr über unseren Berufsstand.

Wuff Paula

 

 

 

 

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